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ZQP legt Reform des Pflege-TÜVs nahe

06.09.2017 10:27 Uhr  

Themen: Gesundheitspolitik   Pflege   Forschung und Entwicklung  

Dass der Pflege-TÜV kaum Aussagekraft hat, ist nichts Neues. Nun legt auch das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) nahe, den Pflege-TÜV zu reformieren. Insbesondere, weil das Thema Gewalt in der Pflege in den Überprüfungen eine größere Rolle spielen müsse. ZQP-Vorstandsvorsitzender Ralf Suhr sagte: "Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollten ganz klar nachvollziehen können, was genau zur Sicherheit beziehungsweise zum Schutz Pflegebedürftiger vor körperlichen oder seelischen Verletzungen durch den Dienst oder die Einrichtung getan wird." Pflegeanbieter seien in die Pflicht zu nehmen, sie sollten darlegen, was sie aktiv zur Gewaltprävention unternehmen und wie sie mit problematischen Vorfällen umgehen.

Suhr führt weiter aus: "Es muss verbindlich werden und auch geprüft und klar dargestellt werden: Gibt es eine Fehlerkultur, gibt es ein durchdachtes und implementiertes Präventionskonzept, gibt es ein wirksames Fehlermelde- und Beschwerdesystem, wie wird mit gemeldeten Fehlern und Beschwerden umgegangen?" Eine aktuelle Befragung des ZQP von Pflegekräften in der stationären Pflege hat nämlich gezeigt: "In vielen Einrichtungen (28 Prozent) werden Vorfälle überhaupt nicht in einem Fehlerberichtssystem dargestellt und der Umgang mit Aggression und Gewalt ist nicht ausdrücklich Bestandteil des Qualitätsmanagements (20 Prozent). Hier müssen wir also ansetzen."


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